Junge Union Paderborn fordert Berufsfeuerwehr für die Stadt Paderborn
Junge Politiker sehen Einsparpotenzial
Die Feuerwehr Paderborn ist mit ihren gut 140 Beschäftigten eine der größten Feuerweh-ren mit hauptamtlichen Kräften bundesweit. Nach Ansicht der Jungen Union ist es nun an der der Zeit diese in eine eigenständige Berufsfeuerwehr umzuwandeln. Zurzeit plant beispielsweise die Stadt Gütersloh die Einrichtung einer Berufsfeuerwehr. Kleinere Städte in Nordrhein-Westfalen wie Ratingen, Herten, Minden, Witten und Iserlohn verfügen bereits über eigene Berufsfeuerwehren.
Rund 40.000 Euro Einsparpotential sieht die Junge Union Paderborn bei der Einrichtung einer Berufsfeuerwehr für die Stadt Paderborn. Grundlage für diese Summe sei vor allem der Wegfall von Versicherungsbeiträgen, die durch die Stadt entrichtet werden müssen. Nicht zuletzt profitieren auch die großen Unternehmen in Paderborn von der Einrichtung einer Berufsfeuerwehr. Es können große Einsparungen im Bereich der Feuerversicherungen durch die Umsetzung der Vorschläge erfolgen.
Für die Umstellung bedürfe es lediglich eines Ratsbeschlusses. Änderungen für das Personal gibt es nicht. Es müssen auch keine zusätzlichen Kräfte eingestellt werden. Die Einsätze laufen im gleichen Rahmen wie bisher ab. Ändern werde sich dagegen lediglich die Führung der Freiwilligen Feuerwehr. Aktuell stellt die Freiwillige Feuerwehr den Stellvertretenden Leiter; dieser Posten würde nun von der Berufsfeuerwehr übernommen werden. Die Freiwillige Feuerwehr wird nach dem neuen Konzept von einem Sprecher vertreten. Durch den Umbau zu einer Berufsfeuerwehr wird deren Leiter gleichzeitig Chef der Freiwilligen Feuerwehr, wodurch sich im Grunde nichts ändert. Denn seit 1975 ist der Chef der hauptamtlichen auch immer Chef der freiwilligen gewesen.
Gleichzeitig stelle der Umbau der Struktur der Feuerwehr eine sinnvolle Loslösung vom Kreis dar. Dem ehrenamtlichen Kreisbrandmeister ist es nach den bisherigen Regularien möglich, im Ernstfall den bestens ausgebildeten hauptamtlichen Chef der Feuerwehr Paderborn in der Einsatzleitung zu ersetzen. Dies stellt nach Ermessen der Jungen Union Paderborn eine Ungenauigkeit in der Kompetenzzuordnung dar.
Bei der Umsetzung des neuen Konzepts ergeben sich weitgreifende Synergien zwischen Stadt und Kreis, so die Grundlage der Überlegung. Vor allem im Bereich der Leistelle lassen sich Kosten und Arbeitsgänge zusammenlegen.
Durch eine Rückschaltung der Notrufe aus der Stadt Paderborn auf die Feuerwache Süd, entfielen Kosten, die die Stadt an den Kreis bislang abführen muss. Mit diesem Schritt ist eine differenzierte Kreisumlage nach Ansicht der Jungen Union möglich und führt zu weiteren bedeutenden Einsparpotenzialen für die Stadt Paderborn.
„Wir sind von den Synergieeffekten und Vorteilen für Paderborn durch das neue Konzept überzeugt und setzen alles daran, an der Eigenständigkeit der Feuerwehr Paderborn zu arbeiten.“, so Christian Müller, Vorsitzender der Jungen Union Paderborn.

[27.05.2011]
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